Ein Treffpunkt der Erinnerungen, der Gemeinschaft Stuttgarter Eishockeygeschichte!
Im Rahmen des Oberliga-Spiels der Stuttgart Rebels gegen den ECDC Memmingen wurde auf der Waldau einmal mehr deutlich, dass Eishockey in Stuttgart weit mehr ist als ein Sport. Denn bereits zum zehnten Mal luden die Waldau Old Boyz, zusammen mit den Stuttgart Rebels, zum traditionellen Eishockey-Fan-Treff in die Eiswelt auf der Waldau – ein Jubiläum, das ganz im Zeichen der Erinnerung, der Freundschaft und der tiefen Verbundenheit zum Stuttgarter Eishockey stand. 
Schon um 15.30 Uhr, lange vor dem ersten Bully, füllte sich der Treffpunkt mit bekannten Gesichtern. Ehemalige Spieler, Wegbegleiter und langjährige Fans der Stuttgarter Eishockeyszene kamen zusammen, um über „alte Zeiten“ zu sprechen – über Spiele, Siege, Niederlagen, Verletzungen, Kabinenanekdoten und all das, was diesen Sport über Jahrzehnte hinweg in Stuttgart geprägt hat. Es war ein Wiedersehen unter Freunden, bei dem schnell klar wurde: Die Jahre mögen vergangen sein, doch die Leidenschaft ist geblieben.

In der ersten Drittelpause richtete sich der Blick auf zwei Persönlichkeiten, die stellvertretend für viele stehen, die den Stuttgarter Eishockeysport mitgestaltet haben. Rasso Rampp und sein Bruder Guido Holzmann, ihres Zeichens frühere Wizards-Spieler und heute aktive Mitglieder der Waldau Old Boyz, wurden für ihre Verdienste um das Stuttgarter Eishockey geehrt. In ihren Dankesworten klang Stolz, aber auch Dankbarkeit an – Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit, für Kameradschaft und für eine Sportart, die Freundschaften fürs Leben geschaffen hat. Für ein zusätzliches Schmunzeln und herzlichen Applaus sorgte Guido Holzmann, der als alter Allgäuer einen fairen und respektvollen Gruß an die Memminger Fans richtete.
Einen besonders bewegenden Moment erlebten die Zuschauer, als Jens Mack das Mikrofon übernahm. Mit ruhigen, eindringlichen Worten erinnerte er an die verstorbenen Mitglieder und Eishockeyfreunde Wolfgang Schwoon, Peter Tandel und Ralf Wolter. Er machte deutlich, dass sie zwar nicht mehr anwesend sind, aber dennoch ein fester Teil dieser Gemeinschaft bleiben. Sein Dank galt allen, die an diesem Tag erschienen waren, um gemeinsam innezuhalten und jenen Freunden Respekt zu zollen, die den Weg des Stuttgarter Eishockeys mitgeprägt haben, die aber leider viel zu früh gegangen sind, und die an Tagen wie diesem einfach fehlen.
Ein besonderer Dank ging an Elke Buch, der Partnerin von Old-Boyz-Ehrenmitglieds Vaclav „Venzi“ Niesner, der an heilig Abend nach langer Krankheit leider verstorben war und um den nicht nur die Waldau Old Boyz trauern, sondern die gesamte Stuttgarter Eishockey Community. Ihm zu Ehren wurde in der zweiten Drittelpause ein emotionales Video auf der Videotafel gezeigt. Historische Spielszenen, alte Bilder und vertraute Momente ließen die Vergangenheit noch einmal lebendig werden. Die Reaktionen auf den Rängen sprachen für sich. Stille, bewegte Gesichter und nicht wenige feuchte Augen wohin man auch blickte. Selbst Eric Singaitis der Schiedsrichter des Spiels, erwies seinem ehemaligen Eishockeykameraden die letzte Ehre und begab sich erst nach dem Video in seine verdiente Pause – ein starkes Zeichen für den tiefen Zusammenhalt innerhalb der Eishockeyfamilie.
Doch Eishockey war auf der Waldau schon immer auch Lebensfreude. Und so wurde das Ende der zweiten Drittelpause zum Startschuss für ein weiteres Highlight des Tages: Und das hieß „Freibier“! In zwei Reihen stellten sich Fans, Ex-Spieler und Weggefährten am Ausschank an, um danach gemeinsam anzustoßen. Gespräche wurden lauter, Lachen breiter, Erinnerungen noch lebendiger – genau so, wie es sich die Old Boyz gewünscht hatten. 
Noch lange nach dem Schlusspfiff des intensiven und hart umkämpften Spiels, das Memmingen am Ende mit einem 2-4 als glücklichen Sieger sah, blieb die Halle ein Treffpunkt der Generationen. Alte Kämpen des Stuttgarter Eishockeys – vom EHC bis zu den heutigen Rebels – standen beisammen, tauschten Geschichten aus und blickten gemeinsam zurück. Junge Fans nutzten die Gelegenheit, Fotos mit ihren früheren Idolen zu machen. Für viele ehemalige Spieler war es ein bewegender Moment zu erfahren, dass sie einst der Grund dafür waren, warum ein junger Mensch vor Jahren einmal mit dem Eishockey begonnen hatte.
Überall war Lachen zu hören, überall spürte man Verbundenheit. Dieser Tag zeigte eindrucksvoll, dass die Geschichten, die Erfolge und auch die schweren Momente des Stuttgarter Eishockeys nicht verblassen. Sie werden weitergetragen – von Generation zu Generation, von Herz zu Herz. 
Die Waldau Old Boyz freuen sich schon darauf, diesen Event auch 2027 wieder auszurufen. Dann gerne mit noch mit mehr alten Weggefährten. Weggefährten, die dieses Mal leider aus Krankheit, Urlaub oder anderen Gründen abgesagt haben, die aber schmerzlich vermisst wurden. Dann aber gerne ohne irgendeinen traurigen Anlass. Und wir die Waldau Old Boyz sagen in diesem Zusammenhang noch ein letztes Mal
„Tschüss Venzi“!
Und allen Anderen die da waren, sagen wir DANKE und bleibt gesund bis zum nächsten Jahr!


